Die mit dem Eingriff verbundenen Risiken sind gering. Neben
Narkosegefahren sind Wundinfektionen und Verletzungen des Tränenkanals äußerst
selten. Mögliche Blutungen lassen sich leicht unter Kontrolle halten.
Vorübergehend kann es zu einer Beeinträchtigung der Riechfähigkeit, zu
Empfindlichkeitsstörungen der Haut und zu Trockenheit der Nasenschleimhaut
kommen. Möglich ist auch eine verstärkte Absonderung von Nasensekret (Schniefnase).
Die Nasenspitze kann sich über län gere Zeit taub anfühlen. Probleme durch Knochen-
oder Knorpelwucherungen sind nicht selten. Sie können das optische Resultat
beeinflussen und zu Entzündungen und Verwachsungen führen.
In der ersten Woche darf man nicht flach schlafen, in den
ersten fünf Tagen ist nur flüssige oder weiche Nahrung erlaubt. Für die ersten
14 Tage nach dem Eingriff ist Küssen verboten, weil die Bewegungen der Oberlippe die
Nasenspitze stärker nach unten ziehen oder eine operierte Nasenscheidewand
verschieben können. Für sechs bis acht Wochen sollten Sie auf Sportarten
verzichten, bei denen die Nase Verletzungen riskiert. Das gilt vor allem für
Ball- und Kampfsportarten. Auch direkte Sonnenbestrahlung, Solarium und Sauna
sowie das Tragen von schweren Brillengestellen verzögern die Heilung.
Ein
kurzer Krankenhausaufenthalt (ein bis zwei Nächte) ist sinnvoll, bei schwierigeren
Eingriffen nötig. Die Nase wird für etwa fünf Tage durch einen Gips der gleich durch
Pflasterstreifen in ihrer n en Form fixiert, auch um Schwellungen zu mindern.
Die leichten Sickerblutungen werden meist von einer ständig zu wechselnden
Tamponade in den Nasenlöchern aufgefangen. In der Regel wird sie schon nach
einigen Stunden entfernt. Nur bei extrem ausgedehnten Korrekturen muss die
Tamponade bis zu fünf Tage liegen. Für eine weitere Woche wird der Nasengips
durch einen unauffälligeren Pflasterverband ersetzt. Zu dieser Zeit ist der
Patient wieder arbeitsfähig. Manche Ärzte kombinieren Pflaster und Gipsschiene
mit einem Stirnverband.
Vor
dem Eingriff überprüft der Arzt die Atmungsfunktion und den Zustand der
Schleimhaut. Besteht eine Halsentzündung oder Infektion der Nase oder
Nebenhöhlen, sollte nicht operiert werden. Die meisten Nasenplastiken werden in
Vollnarkose durchgeführt. Zugang zum Stützgerüst der Nase verschafft sich der Operateur
durch kleine Einschnitte in der Schleimhaut direkt hinter den Nasenlöchern.
Dadurch entstehen keine äußeren Narben. Gearbeitet wird mit eigens entwickelten
Mini-Instrumenten
Die chirurgische Veränderung der äußeren Form wird durch
einen Eingriff am Nasenknochen und -knorpel erreicht. Ein erfahrener Operateur
operiert im Inneren der Nase, lediglich mit Einblick durch die Nasenlöcher.
Dadurch werden äußerliche Narben vermieden. Die »offene Rhinoplastik«, bei der
der Nasensteg unterhalb der Nasenspitze durchtrennt wird, um eine bessere
Übersicht vom Inneren der Nase zu gewinnen, ist nur in Ausnahmen erforderlich,
etwa bei einer mehrmals voroperierten Nase. Besteht ein Chirurg beim
Ersteingriff auf dieser Methode, kann man davon ausgehen, dass er (noch) kein
»Nasenspezialist« ist.
ei
allen Korrekturen der äußeren Nase sollte der Chirurg auch die Form der Nasenscheidewand
berücksichtigen.
Zur
Veranschaulichung für den Patienten »zeichnet« der Chirurg ein Bild der neuen Nase.
Moderne Praxen arbeiten mit Computer-Design (Imagemaker). Ein Porträtfoto
wird in den Computer eingespeist. Per Mausklick entwirft der Arzt die neue Nase
und setzt sie sofort ins Gesicht ein. Dieses virtuelle Verfahren besitzt den Nachteil,
dass der Computer eine Optik darstellt, die auf Grund der individuellen Anatomie
der Nase später auf dem Operationstisch nicht immer in die Realität umgesetzt
werden kann.
Für das Idealmaß einer Nase gilt leider immer noch der von
Albrecht Dürer und Leonardo da Vinci festgelegte Winkel von zirka 30 Grad,
gemessen an der Nasenwurzel zwischen Nasenrücken und der Senkrechten. Der
Winkel zwischen Oberlippe und Nasensteg würde in diesem
Die
innerste Nase besteht aus Knochen. Die beiden Nasenbeine bilden den oberen
Nasenrücken. Der vordere Teil der Nase besteht aus Knorpel, und zwar aus dem
seitlichen Nasenknorpel sowie dem Großen und Kleinen Nasenflügelknorpel. Die
Scheidewand, die die Nasenhöhle in zwei Hälften teilt, besteht sowohl aus
knöchernen
Operative Veränderungen an der Nase gehören zu den
häufigsten und zugleich schwierigsten Eingriffen in der ästhetisch-plastischen
Chirurgie. Die Ärzte sprechen von einer »Rhinoplastik«.
Im Prinzip sind es sechs optische Mängel, die eine
Nasenkorrektur beheben kann: zu groß, zu klein, zu lang, zu kurz, die Nase ist
schief oder hat einen Höcker. Sinnvoll ist eine Korrektur allerdings erst ab
dem 18. Lebensjahr, weil dann das Wachstum endgültig abgeschlossen ist.
Nicht immer sind es nur optische Gründe, die zu einer
Operation führen. Eine medizinische Indikation für eine Korrektur ist
beispielsweise eine verkrümmte Nasenscheidewand, die chronische
Atembeschwerden verursacht. Wegen der komplizierten Anatomie des Riechorgans
stellt die operative Umformung der Nase größte Anforderungen an das ärztliche
Können.
Die
Nase ist nicht nur das markanteste Merkmal des Gesichtes, oft wird ihre Form
mit Charaktereigenschaften assoziiert. Menschen, die ihre Nase als Makel
empfinden, stehen häufig unter einem enormen Leidensdruck. Auf der Rangliste
der Wunscheingriffe im Gesicht rangiert die Nasenkorrektur deshalb ganz oben —
noch vor dem Facelifting
Die ersten Tage verhindert ein Stützverband um die Brust
das Verrutschen der Implantate. Anschließend kann er durch einen fest sitzenden
BH ersetzt werden. Mögliche Schwellungen bauen sich bereits nach wenigen Tagen
wieder ab.