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Plastische Chirurgie arrow Fettabsaugung
Fettabsaugen Einleitung

Die Liposuction, so der Fachbegriff fürs Fettabsaugen, steht an der Spitze aller Schönheitsoperationen mit rund 100.000 Eingriffen pro Jahr - andere Schätzungen liegen sogar bei 400.000. Abgesaugt werden Polster an den Oberschenkeln (Reithosen), an Bauch und Hüften, Oberarmen, Brust, Knien oder Fesseln. Es sind zunehmend jüngere, schlanke Frauen, die ihrer Figur damit den letzten Schliff geben wollen. Männer wünschen sich vor allem einen Waschbrettbauch und lassen sich das Doppelkinn absaugen. Eine Altersgrenze gibt es nicht, doch je elastischer das Bindegewebe, umso straffer sieht es anschließend aus. Eine 50-jährige Frau mit Cellulite ist zwar nach der Liposuction schlanker - ihre Dellen bleiben aber auch nach der OP.


Die erste Fettabsaugung wurde 1975 in Italien durchgeführt, unter Vollnarkose mit relativ dicken Kanülen. Neben dem üblichen Narkoserisiko kam es dabei zu starken Blutungen und Blutergüssen. Die Beine waren wochenlang blauschwarz, und auch das Bindegewebe erholte sich nur ganz langsam. Moderne Kliniken arbeiten heute mit der so genannten Tumeszenz-Technik (kommt vom lateinischen Wort tumescere = aufblasen). Dabei wird eine Mischung aus Kochsalzlösung, Betäubungsmittel, blutstillendem Adrenalin und entzündungshemmendem Kortison unter die Haut gespritzt. Sie betäubt und lockert die Fettzellen aus dem Verbund von Bindegewebe, Nerven, Blut- und Lymphgefäßen. Dadurch lässt sich das Fett anschließend leichter entfernen, und das Gewebe wird geschont. Bei einer zu stark überdehnten Bauchwand, zum Beispiel nach mehreren Schwangerschaften, reicht die Fettabsaugung allein nicht aus. Die überflüssige Haut bildet eine Falte ("Fettschürze" genannt), die herausgeschnitten wird. Mit entsprechend großer Narbe und längerer Heilung.

Trotz moderner Technik ist eine Liposuction überhaupt kein Bagatelleingriff. Bei jeder zehnten OP treten Komplikationen auf. Laut einer Studie der Ruhr-Universität Bochum starben in den letzten fünf Jahren zwölf Patienten bei oder kurz nach dem Eingriff. Deshalb die Ärzte unbedingt nach ihrer Qualifikation und Erfahrung fragen. Wichtig ist, dass ein speziell ausgebildeter Narkosearzt die OP betreut und dass für den Notfall Vorsorge getroffen wurde. Operationen in Tschechien, Polen oder Russland sind zwar bis zu 50 Prozent billiger als bei uns, dort wird aber häufig mit veralteter Technik gearbeitet, und der hygienische Standard ist niedriger. Die Nachsorge wird schwierig, da man nach kurzer Zeit wieder abreist. Deshalb kommt es häufiger zu Komplikationen und schlechten Ergebnissen. Geht die Operation schief, muss (meist in Deutschland) nachoperiert werden. dann wird alles noch viel teurer. Einen Anspruch auf Schadenersatz gibt es im Ausland nicht.

 

Brustimplantate nach dem Eingriff

 

Die ersten Tage verhindert ein Stützver­band um die Brust das Verrutschen der Implantate. Anschließend kann er durch einen fest sitzenden BH ersetzt werden. Mögliche Schwellungen bauen sich bereits nach wenigen Tagen wieder ab.

 
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