Ein asymmetrisches Ergebnis, bleibende Dellen sind möglich,
je weniger der Operateur sein Handwerk versteht. Sehr selten: Nachblutungen,
extreme Schwellungen, starke Schmerzen oder Fieber.
Bis zur Wundheilung darf nicht geraucht werden. Auch vom
Alkohol sollten Sie die Finger lassen. Duschen ist nach zwei Tagen wieder
erlaubt, wenn die Oberschenkel mit einer Folie abgedeckt sind. Für etwa drei
Monate müssen Sie intensive Sonnenbäder vermeiden, ebenso Solarium und Sauna.
Das Okay, wieder mit leichtem Sport anzufangen, muss der Arzt geben.
Bei Vollnarkose bleibt der Patient zumindest eine Nacht zur
Beobachtung in der Klinik. Ein Miederhöschen mit langen Beinen minimiert
mögliche Schwellungen. Da es für einige Zeit (die Dauer bestimmt der Arzt) Tag
und Nacht getragen werden muss, wird es anfangs als »lästig« empfunden, aber
man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran. Mit Kühlelementen kann man das
Abschwellen beschleunigen.
Sie wird in Lokalanästhesie oder Vollnarkose durchgeführt.
Der Arzt setzt die Minischnitte zur Einführung der Saugkanüle möglichst weit
entfernt vom eigentlichen Operationsgebiet, beispielsweise in die
Po-Umschlagfalte oder die Leistenbeuge. Eventuell nötige Schnitte an sichtbaren
Stellen verblassen mit der Zeit und fallen somit nicht mehr auf. Die Wunden werden
entweder geklammert oder vernäht. Die Fäden können nach fünf bis sieben Tagen
gezogen werden.
Dieser Eingriff gehört zu den »Klassikern« in der
Schönheitschirurgie. Rund zwei Drittel aller Frauen leiden unter den typisch
weiblichen Ausbuchtungen an Hüfte und Oberschenkel, selbst gut gewachsene
Frauen. Man traut sich nicht, sich im Badeanzug zu zeigen, und enge Hosen sind
nur akzeptabel, wenn ein polanges Oberteil die Wülste gnädig verdeckt.
Der Chirurg schafft beim Absaugen der so genannten Reithosen
einen sanften und harmonischen Übergang von Hüfte zu Oberschenkeln. Dadurch
werden die Beine optisch »verlängert« und scheinen schlanker. Auch die
Übergänge zu den oberen, hinteren und unteren Fettdepots am Gesäß werden
fließend gestaltet. Das macht einen schöneren Po.
Wer sich nach einer Liposuktion auf die Waage stellt, wird
enttäuscht feststellen, dass sich der Zeiger kaum oder gar nicht nach unten
bewegt hat. Der Grund: Solange die Schwellungen anhalten, wiegt das
eingelagerte Wasser schwer. Erst wenn die Schwellungen ganz zurückgegangen sind
–manchmal dauert es Monate! – wirkt sich die Absaugung auch auf das Gewicht
aus. Am schnellsten lässt sich der Erfolg in Zentimetern feststellen. Trotz
Schwellungen zeigt das Maßband unmittelbar nach dem Eingriff, dass man
schlanker geworden ist.
Vorweg: Ganz bekommt man sie nicht weg, aber die neuen
Absaugtechniken verbessern. Eine spezielle Methode ist die »Liposuktion mit
nachfolgender Scarifizierung« (zu deutsch: Fettabsaugen mit Vernarbung). Dabei
werden im Tumeszenzverfahren feine Kanülen ins Gewebe geführt, wobei die Haut
gezielt in allen Richtungen gitterförmig »aufgeraut« wird. Durch diesen
Verletzungsreiz zieht sich die Haut narbig zusammen. Dadurch sieht sie über dem
operierten Areal straffer aus.
Bei Unterkorrektur, asymmetrischem Ergebnis, vielfach auch
bei Dellen kann nachkorrigiert werden, aber frühestens nach sechs Monaten. Erst
dann kann man von einem endgültigen Ergebnis ausgehen. Schwieriger ist die
Korrektur, wenn Dellen und Falten entstanden sind, weil zu dicht an der
Oberfläche abgesaugt wurde. Dann kann eine Unterspritzung mit Eigenfett eine
Besserung bringen oder durch kleine Hautschnitte (Narben!) eine Nachstraffung
erzielt werden.
Keine strenge Diät direkt vor dem Eingriff machen! Nach
einer starken Gewichtsabnahme muss die Haut erst mal wieder schrumpfen. Eine
Fettabsaugung in dieser Phase würde sie überfordern. Manchen Ärzten ist es
daher lieber, wenn der Patient vor dem Eingriff erst einmal langsam auf sein
Wohlgefühlgewicht runterkommt. Gegen das Abnehmen nach dem Eingriff ist nichts
einzuwenden, wenn es nicht gerade eine Gewaltkur ist. Für viele Patienten ist
die Operation ein Motivationsschub, ihr Gewicht in den Griff zu bekommen und
ihre Ess- und Lebensgewohnheiten positiv zu verändern.
Bei den heutigen Techniken mit feinsten Saugkanülen und
verfeinerten OP-Methoden haben sich auch die Risiken minimiert. Aber damit muss
man rechnen: > Starke Schwellungen, die drei bis sechs Monate, im Gesicht
und an den Gelenken (vor allem an den Knöcheln) noch länger anhalten können.
> Kreislaufprobleme, insbesondere nach ausgedehnten
Absaugungen. Thrombosen oder (Fett-)Embolien kommen jedoch extrem selten vor.
> Anhaltende Nachblutungen. Sie sind aber selten, wenn
man sich an die Verhaltensregeln des Arztes hält.
> Taubheitsgefühle, die erst nach zwei bis drei Monaten
völlig verschwunden sind. In seltenen Fällen bleiben sie.
> Unverträglichkeitsreaktion auf die Tumeszenzlösung wie
Juckreiz, Ausschlag, Übelkeit, Atemnot oder Kreislaufprobleme.
Lebensbedrohliche allergische Reaktionen kommen aber extrem selten vor.
> Ästhetisch unbefriedigende Ergebnisse, wie eine
unregelmäßige Oberfläche mit Dellen und Beulen, eine asymmetrische Kontur, bei
der eine Seite anders aussieht als die andere, übermäßige Pigmentierung der
Haut oder bleibende Faltenbildung durch Kompressionsmieder oder -hose speziell
am Bauch.
Anfangs können Schmerzen auftreten, die einem Muskelkater
ähneln oder bis zu stärkeren Druckschmerzen reichen. In diesem Fall sind
Schmerzmittel (wie Paracetamol, kein Aspirin!) in Absprache mit dem Arzt
erlaubt.
Als
Vorbereitung empfiehlt sich vor dem Einsetzen eines Implantats eine Mammographie
zur Krebsvorsorge. Der Eingriff wird in Vollnarkose oder Lokalanästhesie mit
Dämmerschlaf durchgeführt. Der Chirurg setzt die notwendigen Schnitte. In der
Achsel und der Brustumschlagfalte ist eine etwa vier Zentimeter lange Öffnung
für alle üblichen Implantate ausreichend.