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Brustimplantate Brustvergrößerung

Während vor wenigen Jahren noch B die gefragteste Körbchengröße war, ist inzwischen C das Maß der Dinge. Das entspricht einer Implantatgröße zwischen 200 und 300 ccm (also etwa einem Paket Butter auf jeder Seite). Gerade sehr junge Frauen fühlen sich oft mit kleinem Busen nicht weiblich genug. Schon 15-Jährige wollen sich unters Messer legen - manchmal sogar mit Einverständnis der Eltern. Aus diesem Grund hat das Europäische Parlament letztes Jahr die Empfehlung ausgesprochen, das Mindestalter für Brustvergrößerungen zukünftig bei 18 Jahren festzulegen.

Wird aufgepolstert, dann arbeiten Ärzte am liebsten mit Silikon. Es ist am längsten erprobt und bringt ihrer Meinung nach das natürlichste Ergebnis. Die 1992 in den USA erhobenen Vorwürfe, Silikon würde im Körper Autoimmunerkrankungen wie Rheuma hervorrufen, wurden inzwischen von der amerikanischen Kontrollbehörde zurückgewiesen. In Deutschland dürfen allerdings schon länger nur noch Implantate mit dem europäischen Gütesiegel (CE, Confirmité Européenne) verwendet werden. Außerdem sind moderne Implantate doppelwandig und enthalten dickflüssiges Silikon. Trotzdem kann nicht vollständig verhindert werden, dass das Silikon tröpfchenweise aus der Hülle sickert. Gesundheitliche Schäden sind dadurch nicht zu befürchten, meinen Experten wie Dr. Marita Eisenmann-Klein, ästhetische Chirurgin von der Uniklinik in Regensburg. Die Menge sei so gering, dass sie der Körper gut verkraften könne.

Von den alternativen Implantat-Materialien konnte sich bisher keines behaupten. Die mit Sojaöl gefüllten Kissen mussten schon nach kurzer Zeit vom Markt genommen werden, weil die Hüllen nicht dicht waren, das ranzige Öl durch die Haut hindurch roch und krebserzeugend sein kann. Auch Hydrogel-Implantate (ein Gel auf Wasser-Zucker-Basis in einer Silikonhülle) werden vorerst nicht mehr verkauft, nachdem die Hersteller nicht beweisen konnten, dass sie wirklich verträglich sind.

Aber auch bei Silikonimplantaten geht längst nicht alles glatt: In ca. sechs bis zehn Prozent aller Operationen treten so genannte Kapselfibrosen auf, bei denen sich das Gewebe rings um das Implantat verhärtet und schmerzt. Eine schonende Operationstechnik und eine aufgeraute Oberfläche der Implantate verringern das Risiko. Außerdem muss das Implantat genau sitzen, damit es weder zu viel Spiel hat noch zusammengedrückt wird. Und klar: Irgendwann muss es ausgetauscht werden. Nach ca. neun Jahren läuft die Herstellergarantie ab.

Frauen mit zu großem Busen haben ganz andere Probleme: sie gehen oft gebeugt durchs Leben, um ihren Busen zu verstecken. Joggen geht nicht, weil es weh tut, Männer starren grundsätzlich auf den Pullover, nicht ins Gesicht... Ist die Belastung sehr groß, werden Verkleinerungen manchmal sogar von Krankenkassen übernommen. Oft reicht eine Straffung, meistens muss auch Gewebe entfernt werden. Und egal, ob Verkleinerung oder Vergrößerung: wird geschnitten, kann es wie bei jeder größeren OP zu Nachblutungen, Infektionen, Thrombosen und Wundheilungsstörungen kommen.

 

Brustimplantate Techniken

 

Das Implantat lässt sich in die Brust durch die Achselhöhle (axillär), die Brustwarze oder die Umschlagfalte unter der Brust einsetzen. Die Schnitte werden so ange­bracht, dass sie später kaum auffallen. Allerdings spielen für die Technik nicht nur das ästhetische Empfinden, sondern auch Größe und Form des Implantats eine Rolle. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile.

 
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