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Botox
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Botox ist in den USA der allerletzte Schrei auf dem Gebiet
der Schönheitsoperationen. Immer mehr Leute lassen sich auf sogenannten
Botox-Partys zwischen Sekt und Lachshäppchen mal eben die Falten wegspritzen.
Der unblutige »Lunchtime«-Eingriff, der sich in kürzester Zeit durchführen
lässt, erscheint verlockend, zumal er nur von zeitlich begrenzter Wirkung ist.
Offenbar kann man nicht viel falsch machen, denn bei Nichtgefallen ist man den
Effekt nach einigen Monaten ganz von selbst wieder los. Botox - die perfekte
Lifestyle-Behandlung?
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Das unter dem Präparatnamen »Botox« in der Schönheitsbranche
bekannte Botulinumtoxin ist ein starkes Nervengift. Es wird von dem weltweit
verbreiteten Bodenbakterium Clostridia botulinum produziert und ist
verantwortlich für eine häufig tödlich verlaufende Lebensmittelvergiftung. In
stark verdünnter Form findet das Gift in der Medizin als Medikament bei
Überaktivität der Muskeln Anwendung. Derzeit boomt allerdings ein anderes
Einsatzfeld: Frauen und Männer lassen sich den Stoff als Anti-Falten-Mittel ins
Gesicht, besonders in die Augenpartie, Stirn und Mundpartie, spritzen.
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Lange war der Körper Schicksal, heute wird er zunehmend als
gestaltbarer Bausatz gesehen. Die Selbst-Veränderung boomt, jährlich steigt die
Zahl der Schönheitsoperationen um 10 bis 15 Prozent. Wer unglücklich ist über
eine schiefe Nase oder kleine Brüste, lässt sie nach Beobachtung von Ärzten
immer bedenkenloser gegen Traumformen tauschen. Was anfangs exotischen
Pop-Stars wie Cher und Michael Jackson vorbehalten blieb, erreicht als
Massenphänomen nach den Frauen längst auch Männer. »Und noch ist der
Schönheitswahn nicht auf seinem Höhepunkt«, sagt Marktforscherin Ines Imdahl.
Neuster Hit: das Spritzen des Nervengifts Botox gegen Falten.
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Die Botox Partie kann losgehen. Mikaela hat das lichte Apartment
aufgeräumt, Stühle dra- piert, im Kühlschrank Platz geschaffen. An der Wand
hängt ein Poster von der Champagner-Firma Taittinger. Draußen gießt es, das
hört man bis hinauf in den siebten Stock, und nun macht sich die junge
Schwedin, 31 Jahre, doch langsam Sorgen, ob auch alle kommen zu ihrer Party an
der New York Upper Westside.
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Botox Ein Esslöffel davon würde ausreichen, um fast alle
Bewohner Mitteleuropas umzubringen: Botulinum-Toxin, ein Gift des Bakteriums
Clostridium botulinum. Es verseucht Konserven, löst tödliche
Lebensmittelvergiftungen aus und gehört ins Arsenal der Biowaffen. Doch Ärzte
können sich die muskellähmende Wirkung des stärksten Natur-Toxins seit 20
Jahren auch zunutze machen. Mit Mini-Mengen - gereinigt und extrem verdünnt -
behandeln sie Schielaugen und Schiefhälse, kleine Risse im verkrampften
Analmuskel, Lid- und Schreibkrämpfe, Schweißausbrüche und Migräne.
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Silikongel — Implantate
Die 1992 in den USA ausgelöste Diskussion um die
gesundheitsschädigenden Folgen von Silikongel-Implantaten hat die Frauen
weltweit verunsichert. Inzwischen konnte die damalige Aussage widerlegt werden,
dass Füllungen aus Silikongel im Körper Autoimmunerkrankungen wie Rheuma
auslösen können. Tatsächlich zählt Silikon zu den am längsten bewährten
Materialien in der Medizin. Hinzu kommt eine Weiterentwicklung bei den
Brustimplantaten, bei denen der Flüssigkeitsanteil im Silikon minimiert wurde.
Und Produkte mit doppelwandiger Hülle, die der Trägerin zusätzliche Sicherheit
bietet. Bislang konnte nicht erreicht werden, dass die Implantate ewig halten.
Ebenso wenig konnte man ganz verhindern, dass das dickflüssige Silikon
tröpfchenweise aus der Hülle austritt – im Fachjargon »silicon bleeding«
genannt. Gesundheitliche Schäden sind dadurch nicht zu befürchten. Die feinen
Tröpfchen werden von Bindegewebe eingekapselt, was manchmal spürbare Knoten
verursachen kann. Dass der »Kunstbusen« beim Fliegen platzen kann, ist Unsinn.
Auch kann man mit ihm gefahrlos bis in 50 Meter Tiefe tauchen. Wird das
Implantat bei einem Unfall oder Sturz beschädigt, muss es eventuell ausgetauscht
werden.
Für Röntgenstrahlen sind Silikongel-Implantate nicht
durchlässig. Deshalb kann die Mammographie zur Brustkrebsvorsorge unter
Umständen unklare Ergebnisse bringen und eine genauere Untersuchung erfordern.
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